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Sorgen, Probleme, Nöte?
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| Frage: Scheiß G8 mein Sohn (11) und ich sind total überfordert!
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Frage gestellt am: 25.11.2008 / 08:47 von sammi |
| Hallo. Mein Sohn (11) geht in die 6. Klasse Gymnasium. Mit 33 Wochenstunden, der 2. Fremdsprache und einer Klassenstärke von 30 Kindern bleibt ganz viel auf der Strecke. Sport, Freizeit und auch soziale Kontakte sind für uns beide minimiert, da wir TÄGLICH bis 17.30 mindestens lernen müssen. Tageslicht wird knapp, spielen im Schnell höchstens eine 1/4 Std. Mein Sohn ist total ausgepowered und ich auch. Die Lehrer sagen er schafft es vom Interlekt, das glaube ich auch. Leider steht er sich so sehr im Weg, dass er jetzt am liebsten nicht mehr leben möchte. Wut, Zorn und tätliche Attacken gegen sich selbst sind die Folge. Habe es schon mit viel Liebe probiert, aber komme hier auch an meine Grenzen. Was kann ich tun? |
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| Antwort vom 25.11.2008 / 17:03
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Berater: Johanna-Merete Creutzberg Beraterprofil anzeigen |
Liebe Sammi,
es ist nachfühlbar, wie sehr Sie und Ihr Sohn inzwischen "unter Druck" stehen und wie klein, begrenzt der Raum scheint, für Lebensfreude, Lebenslust, Lachen, Freizeit usw.
Wenn man erstmal drin ist, in so einem "Hamsterad", ist es schwer, den Ausgang zu finden, aber: nicht unmöglich!
Es gibt ein paar Hinweise, die Ihnen vielleicht helfen können, etwas für sich zu klären?
Sie formulieren: "WIR müssen lernen - korrigieren Sie mich, aber gerade in dieser "Stufe" des Gymnasiums geht es darum, die Kinder zur Selbstständigkeit zu bringen, zum Nachfragen, zur Eigenverantwortung usw. - die Lehrer meines Kindes haben heftig interveniert, wenn ich diese Formulierung benutzte und wiesen alle Eltern an: Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu, sprechen Sie mit mir, dem Klassenlehrer, wenn Sie Sorgen haben ....
Auch in der Dunkelheit kann man in "geschützten Räumen", z.B. einem Spielplatz, oder Sportplatz, vor dem Haus usw. draußen sein und mal richtig durchatmen, rumtollen, lachen, kreischen, fluchen ....
Ganz hilfreich sind Pädagogen, Therapeuten vor Ort, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gerade Kindern und Eltern wie Euch behilflich zu sein, die eigenen Möglichkeiten zu entdecken, sich wieder zu energetisieren, kleine Freiräume zu schaffen, mit Belohnung etc.
Das Kind steht extrem unter Spannung, Strom, es könnte sein, dass sich in ihm etwas findet wie z.B. und es ist wirklich nur eine Annahme: ADS, ADHS, Hoch- bzw. Inselbegabung gepaart mit .... man nennt diese Kinder auch "Indigo" - sie sind besonders, aber in jeder Hinsicht eine Herausforderung an die Umwelt, denn sie sind gekommen, um Strukturen anzuprangern, aufzubrechen, sich selbst einzubringen und wenn sie älter sind Neues zu erschaffen.
Mehr über Indigos erfahren Sie durch verläßliche Autoren wie Lee Caroll und Jan Tober, sie waren die 1. die auf diese Kinder aufmerksam machten und Bücher schrieben, die dienlich sind. Leider sind viele Informationen anderer dazu nicht stimmig und deshalb wenig hilfreich.
So, wie Sie es beschreiben, ist es höchste Zeit, dass sowohl SIE in Ihrer Person als Mensch, Frau UND Mutter, als auch Ihr Sohn, in seiner Person als Mensch, Junge UND Sohn ... Hilfe bekommen, um zu begreifen, was geschieht mit uns zur Zeit, was können wir selbst ändern, wie können wir andere involvieren, uns dabei zu unterstützen, Lehrer, Trainer etc. und wie können wir uns selbst so vertrauen, liebhaben, erfühlen, dass uns das Leben wieder Freude bereitet und nicht mehr soviel Kummer, Streß, Wut, Hilflosigkeit, Begrenzung usw.
Eine solche Belastung, die ja schon längere Zeit besteht, läßt sich leider nicht durch eine Antwort klären, aber Sie sind eingeladen, gern nachzufragen, wie Sie mich/uns erreichen können ist leicht zu finden....
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn Kraft, Klarheit und das Vertrauen in Sie beide, denn Sie können es schaffen, anfangs mit Hilfe und bald auch wieder allein.
Herzlich grüßt
Johanna-Merete Creutzberg
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